Dann bist du vor einem Burn-Out geschützt...

Was war heute lustig? Worüber hab ich mich geärgert? Was möchte ich erzählen? Hier reinschreiben.

Dann bist du vor einem Burn-Out geschützt...

Beitragvon Franz Josef Weihs » 20.07.2013, 15:50

Analysiere und behebe "Stressoren", "Glaubenssätze" und "Antreiber". Dann bist du vor einem Burn-Out geschützt oder kommst wieder raus.
Diesen Kommentar schreibe ich aus eigener Erfahrung und auch aus der Erfahrung mit meinen Kunden.
Burn-Out ist eine Folgeerscheinung von Ursachen. Behandle NICHT die Symptome, sondern löse die Ursachen.
Es wäre wichtig, wenn das mehrere wüßten.
Franz Josef Weihs (http://www.LEBE2.at)
Aus Artikel: http://www.wienerzeitung.at/themen_chan ... aktor.html
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Re: Dann bist du vor einem Burn-Out geschützt...

Beitragvon edeltraud » 21.07.2013, 08:57

Danke Franz Josef, das ist hier sehr anschaulich.
Ich frage mich allerdings, ob jedes "Burnout" ein echtes Burnout ist. Manchmal kommt mir vor, es wird sehr schnell diagnostiziert.
Früher sagte man, "Na, die hat es auch mit den Nerven", heute ist es ein Burnout.
Natürlich gibt es ganz krasse Fälle, aber ich kenne einige, die mit Burnout diagnostiziert wurden, aber sogar selbst sagen: "Also das war sicher kein Burnout!"
Was meint ihr dazu?

Ich möchte Burnout hier nicht anzweifeln, es ist sicher furchtbar, aber ich möchte zur Selbstverantwortung aufrufen, doch früh genug zu sagen: "Mir geht es nicht gut, ich glaube, ich brauche eine Pause!" Da könnte viel abgefangen werden. Es ist und bleibt unser Körper, er liegt in unserer Verantwortung, wenn ich zu lange warte `bis es jeder sieht`, dann brauche ich nicht mehr handeln, dann wird mir die Verantwortung abgenommen. Dann bin ich "der/die Arme" und ich brauche nicht mehr handeln. Es wird für mich gehandelt.
Wir wissen alle, dass es sehr schwer ist, für uns selbst einzustehen, und dass jeder viel zu lange versucht, es recht zu machen, deshalb ist es ja so wichtig, dass wir unser Leben in die Hand nehmen und uns weiter entwickeln. Auch mit Hilfe, Hilfe die ich noch in der Lage bin, SELBST zu organisieren.
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Re: Dann bist du vor einem Burn-Out geschützt...

Beitragvon Franz Josef Weihs » 21.07.2013, 09:43

Liebe Edeltraud,

im Endeffekt ist es aus meiner Sicht gleich-gültig, wie man die Folgen einer Ursache benennt.
Ja, viele Menschen geben ihre Selbstverantwortung ab, wenn sie "krank" sind. Dann können sie die "Lösung" dem diagnostizierenden Arzt "umhängen" und brauchen in Ihrer Opferrolle nichts mehr tun oder wieder nichts tun.

Ich habe aus meinen Seminaren und Einzelcoachings, nicht zuletzt infolge meiner intensiven Eigenerfahrung mit Burnout, folgendes beizusteuern:

Zu Burn-Out-Phasen (Erkennung):
Quelle: Arbeitsgemeinschaft für Präventivmedizin

Phase 1 – Der Zwang sich zu beweisen
Besondere Begeisterungsfähigkeit für die Arbeit
Erhöhte Erwartungen an sich selbst
Übersehen eigener Grenzen
Zurückstellen eigener Bedürfnisse

Phase 2 – Verstärkter Einsatz
Besondere Bereitschaft zur Übernahme von neuen Aufgaben
Freiwillige Mehrarbeit und unbezahlte Überstunden, auch an freien Tagen, am Wochenende und in der Urlaubszeit
Gefühl der Unentbehrlichkeit

Phase 3 – Vernachlässigung eigener Bedürfnisse
Chronische Vernachlässigung eigener Bedürfnisse
Mehrkonsum von Kaffee, Aufputschmitteln, Zigaretten
Gelegentliche Schlafstörungen

Phase 4 – Verdrängung von Konflikten und Bedürfnissen
Fehlleistungen wie z.B. Vergessen von Terminen, Nichterledigen von versprochenen Aufgaben, Ungenauigkeit, Energiemangel, Schwächegefühl
Aufgabe von Hobbys

Phase 5 – Umdeutung von Werten
Abstumpfung und Aufmerksamkeitsstörungen
Meiden privater Kontakte, die als belastend empfunden werden
Probleme mit dem Partner mit Zeichen des Beziehungs - Burn-Outs

Phase 6 – Verstärkte Verleugnung aufgetretener Probleme
Gefühl mangelnder Anerkennung, Desillusionierung
Widerstand täglich zur Arbeit zu gehen
Arbeitszeiteinstellung, die als innere Kündigung bezeichnet werden kann
Vermehrte Fehlzeiten, verspäteter Arbeitsbeginn, vorverlegter Arbeitsschluss

Phase 7 – Rückzug
Orientierungs- und Hoffnungslosigkeit, Ohnmachtsgefühle, innere Leere
Ersatzbefriedigung durch Essen, Alkohol, Drogen, Spielen, Sexualität
Abbau der kognitiven Leistungsfähigkeit, Ungenauigkeit, Desorganisation, Entscheidungsunfähigkeit
Psychosomatische Reaktionen, Gewichtsveränderungen, Herzklopfen, Bluthochdruck

Phase 8 – Deutliche Verhaltensänderung
Eigenbrötelei, Selbstmitleid, Einsamkeit, ärgerliche Reaktionen auf gut gemeinte Zuwendung
Verringerte Initiative – verringerte Produktivität: Dienst nach Vorschrift
Verflachung des emotionalen Lebens: Gleichgültigkeit, Gefühl der Sinnlosigkeit
Verflachung des sozialen Lebens: wenig persönliche Anteilnahme an anderen, gleichzeitig exzessive Bindung an Einzelne, Meidung beruflich-sozialer Kontakte

Phase 9 – Verlust des Gefühls für die eigene Persönlichkeit
Entfremdung, Gefühl des Abgestorbenseins und innere Leere
Automatenhaftes Funktionieren
Psychosomatische Reaktionen treten noch mehr in den Vordergrund

Phase 10 – Innere Leere
Wechsel zwischen starken schmerzhaften Emotionen mit dem Gefühl des inneren Abgestorbenseins
Phobische Zustände, Panikattaken und Angst vor Menschen
Eigenbröteleien, Einsamkeit, negative Einstellung zum Leben
Fallweise exzessive sinnliche Befriedigung, z.B. Kaufräusche, Fressattacken, exzessiver Sex ohne wirkliche Befriedigung

Phase 11 – Depression und Erschöpfung
Negative Einstellung zum Leben, Hoffnungslosigkeit
Erschöpfung, starker Wunsch nach Dauerschlaf
Existenzielle Verzweiflung
Selbstmordgedanken und -absichten

Phase 12 – Völlige Burn-Out - Erschöpfung
Lebensgefährliche geistige, körperliche und emotionale Erschöpfung
Angegriffenes Immunsystem, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen
Suizidalität, Selbstmordgefahr


Zu Burn-Out Prävention:
Verleugnen ist Tabu
Lebensumstände verändern
Überengagement vermeiden
Schluss mit Perfektion
Isolation vermeiden
Kürzer treten
Wertewechsel
Mut zum „Nein"
Persönliches Tempo
Achtung Körper
Humor (wenn es kein "Galgenhumor" ist, dann ist es sicherlich eine der wirkungsvollsten Möglichkeiten präventiv tätig zu sein)

Zu Burn-Out Zyklus umkehren:
Überprüfen Sie ihren Tagesrhythmus. Sind Sie ein Morgen- oder ein Nachtmensch? Passen Sie Ihren Arbeitsalltag an.
Verlagern Sie berufliche Probleme nicht ins Privatleben.
Nehmen Sie sich Zeit, Wochenendarbeit, Jetlags oder Übermüdung auszukurieren.
Haben Sie schon an einen längeren Urlaub gedacht?
Überlegen Sie, ob es Sinn machen kann, sich versetzen zu lassen, die Stelle zu kündigen oder gar den Beruf zu wechseln.
Lernen Sie NEIN zu sagen

Wenn Sie bereits ein Burn-Out haben:
Eingeständnis der eigenen Machtlosigkeit
Eingeständnis der eigenen Erkrankung
Suche nach Hilfe
Optimistische Einstellung zu neuen Möglichkeiten
Entwicklung eines Genesungsplanes und Arbeitsplanes
Eingrenzung der Arbeitszeit
Der körperlichen Gesundheit einen Platz einräumen
Regelmäßiger Schlaf, gesunde Ernährung, körperliche Bewegung
Wiederherstellen von Beziehungen
Familiären Erlebnissen einen Platz einräumen
Realistische Einschätzung von Möglichkeiten
Absolute Priorität der eigenen Genesung
Arbeiten Sie an Ihren Verhaltensmustern
Kontrolle der sekundären Süchte
Entwicklung von Nähe zu sich selbst, zu Menschen, zur Arbeit
Freude am Leben - von Tag zu Tag

Und jetzt noch, um ein wenig Eigenwerbung zu machen die Aussage einer Teilnehmerin, die ein von einem Psychiater diagnostiziertes Burnout hatte. Der Psychiater war sehr verwundert über die Fortschritte, die seine Klientin während des Seminars machte und hat seitdem meine Seminarübersichten aufliegen um sie entsprechenden Menschen zu geben:

Lieber Franz,
ich danke dir von ganzem Herzen dass du mir geholfen hast, wieder so richtig am Leben teilhaben zu wollen und auch zu können! Mein Leben ist jetzt gar kein Vergleich zu vorher. Vor einem halben Jahr konnte ich nicht unter Menschen gehen, also nicht einmal einkaufen gehen, heute bin ich wieder gerne unter Menschen, wieder voll arbeitsfähig und dankbar für jeden Tag. Ich kann mich wieder spüren, weiß was ich will, was mir gut tut und kann es auch leben. Die Meinung anderer rückt immer weiter in den Hintergrund, ich bin nicht mehr so abhängig. Menschen sein lassen zu können wie sie sind und mir dabei meine Themen anzuschauen, erleichtert mir das Leben auch ungemein. Es gibt noch viel zu lernen und lösen, aber dank dir habe ich die Fähigkeit bekommen, das machen zu können- und wenn´s mal nicht funktioniert, habe ich ja unsere tolle Gruppe und dich, die ich um Hilfe bitten kann
:-)
Vielen Dank für mein neues schönes Leben!

Mehr Feedbacks findest du übrigens unter:
http://www.lebe2.at/500dasbinich/feedback.htm

ALLES Liebe, Franz Josef
P.S.: ich bin in Demut sehr dankbar und stolz darauf solche Hilfestellungen geben zu dürfen, zu können und die notwendige Unterstützung zu haben.
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